Seelsorge kann entlasten, trösten und neue Türen öffen...

Seelsorge ist ein Begegnungsgeschehen der besonderen Art. Sie ist gefragt, wo ein Mensch in einer besonderen Lebenslage, einer Übergangs-, oder Krisensituation ein begleitendes, unterstützendes Gegenüber benötigt.

Die begleitende Person sollte vorbehaltlos und zugewandt da sein, wertschätzend und dabei authentisch auf den Seelsorgesuchenden eingehen können.
Seelsorgende sind mit weitgeöffneten Sinnen bei ihrem Gegenüber. Sie hören, sehen und spüren genau hin, was den anderen bewegt oder belastet und sie bieten sich als Resonanzraum an für das, was anklingt.

Rückgemeldetes Verständis und echte Anteilnahme schenken Trost und Entlastung, und sie bereiten den Boden für das gemeinsame Entdecken von Deutungsmöglichkeiten und Haltungsveränderungen im Umgang mit der aktuellen Herausforderung oder Krisensituation. Insbesondere in existentiell bedrohlichen Situationen spielen häufig auch sprituelle Deutungsmuster eine wichtige Rolle.

Es ist von großer Bedeutung, dass Seelsorgende in diesem Begegnungsgeschehen auch immer wieder ganz bei sich sind. Sie müssen darauf achtgeben, dass nicht eigene Lebensthemen in der aktuellen Begegnung störend wirksam werden.

Christliche Seelsorge geschieht in gleicher Weise vorbehaltlos und orientiert sich ganz an der Bedürfnislage des Seelsorgesuchenden. Sie tut dies jedoch vor dem Horizont des christlichen Glaubens und auf der Grundlage des biblischen Menschenbildes. Wenn dies gewünscht und stimmig ist, kann sie spirituelle Deutungsangebote, christliche Rituale und in der Lebensgeschichte des Seelsorgesuchenden verankerte Gebete, Texte und Lieder einbringen.

Die Seelsorge wird durch Besuchsdienstmitarbeitende im Ehrenamt und durch hauptamtliche Seelsorger*innen angeboten.