Stärkung am Tisch des Herren

Für Christen ist die Teilnahme am Abendmahl eine ganz besondere Gemeinschaftserfahrung mit Gott. Mit den Worten: "Sehet und schmecket wie freundlich der Herr ist." werden die Teilnehmenden an den Tisch des Herren eingeladen. Evangelisch-lutherische Christen glauben, dass ihnen der auferstandene Christus im Abendmahl selbst unmittelbar nahe ist. Das stärkt sie, richtet sie auf. Sie vertrauen auf seine Zusage, das er uns das Schwere und Belastende in unserem Leben abnimmt, wir Erlösung durch ihn finden.
Die gemeinsame Feier des Abendmahls festigt zudem die Gemeinschaft unter Christen und erinnert sie daran, dass sie zusammengehören und Verantwortung füreinander tragen.

Früher wurde des Abendmahl häufig in Verbindnung mit der Beichte an zwei wichtigen kirchlichen Feiertagen gefeiert: Gründonnerstag und Buß- und Bettag. Heutzutage wird es regelmäßiger in Gottesdiensten gefeiert, aber auch in kleinerem Rahmen als Hausabendmahl, oder auch als Krankenabendmahl am Pflegebett.

Die Einsetzung des Abendmahls ist mit einer besonderen kirchlichen Ausbildung und Berufung verbunden. Neben Pfarrer*innen können auch Diakon*innen und Prädikant*innen dazu beauftragt werden.